Josephine Lützel
| 1961 | Geboren in Hamburg |
|---|---|
| 1983–1987 | Ausbildung zur Silberschmiedin an der Staatlichen Berufsfachschule für Glas und Schmuck in Kaufbeuren – Neugablonz |
| 1990–1991 | Praktikum in der Graveurwerkstatt A. Ruffenach, Straßburg, davor freie Mitarbeit in der Werkstatt von Stefan Epp, Insel Reichenau |
| seit 1993 | Eigene Werkstatt in Winterhausen bei Würzburg |
Die Funktion, das heißt, der Gedanke an die zukünftigen Nutzer, hat im Schaffen von Josephine Lützel eine zentrale Bedeutung. Ihre Gefäße laden zum täglichen Gebrauch ein. Entwickelt aus Zylindern, Kegeln oder flachen Linsen entfaltet ihr Tafelgerät aus Silber 925 dennoch oft ein künstlerisches Eigenleben. Seit vier Jahren beschäftigt sich die Gestalterin mit asymmetrischen Körpern, bestehend aus dreieckigen Grund- und Deckenformen. Die Gefäße haben verschiedene Maße, sind also nicht deckungsgleich und leicht gegeneinander verdreht. Gewölbte Außenflächen verleihen den Vasen, Kannen und Dosen ein dynamisches, lebendiges Aussehen. Mit ihrem klaren Bekenntnis zur Funktion nimmt Josephine Lützel eine wichtige Position in der zeitgenössischen Silberschmiedekunst ein. Sie wurde seit 2006 mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem Bayerischen Staatspreis im Jahr 2007. Das Deutsche Historische Museum Berlin und andere öffentliche Sammlungen zeigen ihre Arbeiten.



Alle Fotos: Knud Dobberke